Ihre Ansprechperson:

Stefan Hartmann
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Aktuelles
Neurowissenschaftliches Kolloquium
Mittwoch, 22.09., 16 Uhr: Prof. Dr. Gunter Wennemuth, Saarland University, "Role of carbonic anhydrases in murine spermatozoa"
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Neurowissenschaftliches Kolloquium
Mittwoch, 15.09., 14 Uhr: Prof. Dr. Marc Baldus, University of Utrecht, "Biomolecular solid-state NMR".
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Neurowissenschaftliches Kolloquium
Donnerstag, 23.09., 11 Uhr: Prof. Dr. Peter Mombaerts, Max-Planck-Institut für Biophysik, Frankfurt, "Olfaction targeted".
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Girls' Day 2010
Forscherin für einen Tag
Am 22. April war wieder Girls' day und auch dieses Jahr beteiligte sich das Forschungszentrum caesar an der bei Schülerinnen beliebten Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (bmbf). Acht Mädchen im Alter von 13 bis 15 aus Gymnasien im Raum Bonn bekamen die Möglichkeit, einen Tag lang Forschern aus verschiedenen Abteilungen über die Schultern zu blicken.
Vormittags lernten die Mädchen die Abteilung „Molekulare Neurosensorik“ kennen. Dort begegneten sie dem bekanntesten und am besten untersuchten Modellorganismus der Genetik, der Taufliege Drosophila melanogaster. Der Doktorand Pouya Mobin erzählte den Mädchen zunächst, welche Möglichkeiten die Taufliege den Forschern bietet, wie man mit ihr arbeitet und warum Mensch und Fliege sich näher stehen als man zunächst glauben mag. Nach der Einführung durften die Mädchen auch selbst tätig werden: Am Binokular wählten sie verschiedene gentechnisch veränderte Fliegen anhand ihrer Phänotypen (z.B. Augenfarbe, Aussehen der Flügel) aus und legten eine neue Kreuzung an.
Mit der zweiten Gruppe verfolgten Dr. Miriam Krähling und Dr. Astrid Loogen, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen bei caesar, den Weg von der DNA zum Protein. Die DNA trägt verschlüsselt („kodiert“) den Bauplan zur Herstellung von Proteinen. Die Mädchen lernten, wie man DNA sichtbar machen kann und wie einfache Darmbakterien genutzt werden können, um DNA zu vervielfältigen oder Proteine herzustellen. Wie aber kann man nachweisen, dass ein bestimmtes Protein tatsächlich hergestellt wird? Eine Möglichkeit ist die Verwendung von Antikörpern, an die Fluoreszenzfarbstoffe gekoppelt sind. Davon konnten sich die Mädchen am Konfokalen Fluoreszenz-Mikroskop selbst überzeugen.

Mädchen schauen sich Zellen unter dem Fluoreszenz-Mikroskop an. Mit Hilfe von Antikörpern, die mit Fluroszenzfarbstoffen gekoppelt sind, kann man unter einem solchen Mikroskop Proteine sichtbar machen.
Nach der Mittagspause ging es dann weiter mit dem Thema Elektronenmikroskopie. Der ersten Gruppe wurde von Angelika Sehrbrock, die bei caesar im technischen Dienst Expertin für die Elektronenmikroskopie ist, ein modernes Rasterelektronenmikroskop vorgestellt. Dabei untersuchten die Teilnehmerinnen das Facettenauge eines Insektenpräparats. Eine Besonderheit des gezeigten Mikroskops ist es, dass die Probe nicht nur abgebildet, sondern auch aufgeschnitten werden kann. Dadurch konnten die Schülerinnen den inneren Aufbau ausgewählter Details des Insektes analysieren. Die andere Gruppe erhielt von Dr. Jürgen Feydt, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei caesar, einen Einblick in die Transmissionselektronenmikroskopie.
Zum Schluss führte Stefan Hartmann die Mädchen durch das Gebäude und erläuterte ihnen die wissenschaftliche Arbeit der übrigen Forschungsgruppen. In einer abschließenden Gesprächsrunde konnten die Mädchen ihre Eindrücke und Erfahrungen austauschen.

Mädchen betrachten Insektenpräparate am Rasterelektronenmikroskop.
Ausblick Girls' Day 2011
Es sind noch wenige Plätze für den Girls' Day 2011 frei. Anmeldungen sind unter Angabe von Name, Alter, Jahrgangsstufe, Schule, Telefonnummer per Email an stefan.hartmann(at)caesar.de möglich.



