
Mensch-Molekül-Kommunikation über interaktive Computergraphik
Bonn, 29.11.2004. Im Rahmen der Werkstattausstellung „Designing Nature“ findet am Mittwoch, dem 1. Dezember 2004 um 19.00 Uhr im Forschungszentrum caesar der zweite Begleitvortrag zur Ausstellung statt. Prof. Dr. Jürgen Brickmann, Fachbereich Chemie der Technischen Universität Darmstadt und Darmstädter Zentrum für wissenschaftliches Rechnen, spricht über computergesteuerte Visualisierungstechniken zur Transformation molekularer Welten in die Anschauungswelt des Menschen. Mittels modernster Techniken der Computergraphik lassen sich molekulare Szenarien aus Chemie und Biochemie sowie wichtige molekulare Eigenschaften sichtbar machen. Medikamente können so gezielter entwickelt werden und Katalysatoren für die Großtechnik werden dadurch effektiver planbar.
Weitere Vorträge finden statt am:
Donnerstag, 16. Dezember 2004, 19.00 Uhr
Prof. Dr. Joachim Krausse, Fachbereich Design, Hochschule Anhalt, Dessau
„Die Modellierung von unsichtbaren Kräften. Strategien der Modellierung von Buckminster Fuller“
Mittwoch, 26. Januar 2005, 19.00 Uhr
Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher, Fachbereich Mathematik, Universität Giessen
„Mathematik: Abstrakte Modelle für reale Anwendungen“
Die Ausstellung „Designing Nature“ ist die erste einer Reihe von Werkstattaustellungen bei caesar, die das Verhältnis von Design und Wissenschaft zum Thema macht. Sie zeigt unterschiedliche Ansätze aus Wissenschaft und Kunst, um Strukturen sichtbar zu machen, die mit dem bloßen Auge nicht erkennbar sind. Diese von Stefan Iglhaut, Thomas Spring und Datenflug konzipierte Ausstellung zeigt in einer historischen Übersicht die verschiedenen Modellvorstellungen, mit denen Philosophen, Künstler, Architekten und Wissenschaftler die Natur verstehen wollen. Angefangen bei den ersten Kugelvorstellungen der griechischen Naturphilosophen bis zu den Fullerenen(C60-Molekül, benannt nach dem Architekten Richard Buckminster Fuller) und hochkomplexen Computervisualisierungen des Molekulardesigns.
„Designing Nature“ zeigt darüber hinaus, dass das Denken in Modellen nicht nur die Wissenschaft geprägt hat. Vielmehr finden die Strukturen und Formen der Modelle Anwendung in der zeitgenössischen Architektur und Objektgestaltung und sind Gegenstand künstlerischer Auseinandersetzung. Die Ausstellung ist noch bis zum 30. Januar 2004 in Bonn zu sehen: im Forschungszentrum caesar, Ludwig-Erhard-Allee 2, montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, samstags und sonntags 12 bis 18 Uhr.
Das internationale Forschungszentrum caesar (center of advanced european studies and research) hat 1999 die Arbeit aufgenommen. Mit inzwischen 220 Mitarbeitern forschen interdisziplinäre Teams in den Bereichen Materialwissenschaften/Nanotechnologie, Medizintechnik und Biotechnologie. Forschung und industrielle Anwendung gehen Hand in Hand: caesar entwickelt innovative Produkte und Verfahren und unterstützt die Wissenschaftler bei Firmenausgründungen. Die Verbindung von Kunst und Wissenschaft wurde auch im neuen caesar-Gebäude realisiert: Der Kölner Künstler Lutz Fritsch hat eine dreiteilige Skulptur geschaffen, die die vielen Zwischenschritte von der ersten Idee bis zum Forschungsergebnis symbolisiert.
Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an:
Forschungszentrum caesar
Herr Dr. Jürgen Reifarth
Ludwig-Erhard-Allee 2
53175 Bonn
Telefon: 0228/ 96 56-107
Fax: 0228/ 96 56-111
E-Mail: juergen.reifarth_at_caesar.de





