Ihre Ansprechperson:

Stefan Hartmann
Presse/Öffentlichkeitsarbeit
Aktuelles
Neurowissenschaftliches Kolloquium
02. Februar, 16 Uhr, Prof. Dr. Luca Jovine, Huddinge, Sweden, "In the beginning: First atomic resolution snapshots of gamete interaction at fertilization"
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Berichte von Schülern
An dieser Stelle werden mit dem Einverständnis der Autoren Berichte von Schülern veröffentlicht, die diese von Kursbesuchen im SimuLab oder einem Praktikum im SimuLab angefertigt haben.
Die Berichte mögen auch als Mutmacher dienen für all diejenigen Schüler, die diese Seite zufällig oder per Hinweis entdeckt haben.
Bericht zum Osterferienprogramm 2009
Kristin Pauswang (Beethoven-Gymnasium, Bonn)
Ich war dabei! - Grund genug, etwas weiter auszuholen. In den Osterferien `09 wurden bei caesar verschiedene Kurse im Simulab angeboten. Am letzten Ferientag war ich nun dabei – bei „Dynamische Systeme in der Physik“ und „Das virtuelle Physiklabor am Computer: Vom Experiment zur Simulation“. Was dazu beigetragen hat? Morgens war es doch etwas schwer, in den Ferien früh aufzustehen, aber ich muss sagen, das war es allemal wert. Ein wenig aufgeregt - wie sind sie wohl, meine Mitstreiter? – machte ich mich auf den Weg. Doch keine Panik. Schon vor Beginn konnte ich nette Kontakte knüpfen und fühlte mich sofort in der Gruppe wohl. Es war ein tolles Gefühl, in einer Forschungseinrichtung „arbeiten“ zu können, wie ein „richtiger“ Wissenschaftler – wenn auch nur für einen Tag. Um 10 Uhr ging der erste Kurs dann im Simulab los. Nach dem Vorstellen legte Stefan Hartmann, der Simulab-Leiter und unser „Coach“, mit der Physik los. Zuerst wurde die Physik erklärt, damit man später auch die Hintergründe der Simulation versteht. Am SmartBoard geht das wunderbar mit einer Powerpointpräsentation. Auf dem Board kann man auch direkt handschriftlich Anmerkungen schreiben, sodass jede Unklarheit ausgeräumt werden konnte. Danach konnten wir die Theorie am eigenen Laptop anwenden. Simuliert werden sollte das Auftauchverhalten beim Tieftauchen: Wie viele Tauchstopps muss ein Taucher einlegen, um ohne Gefahr wieder nach oben zu gelangen? Super! Die Mittagspause wird in der Mensa von caesar verbracht, wo wir lecker essen konnten. Eine Stunde später geht es mit dem zweiten Kurs weiter. Auch hier beginnen wir mit einer theoretischen Einführung, um später an den Laptops mit speziellen Computerprogrammen eigene Simulationen durchzuführen – Berechnungen der Wärmeausbreitung in einer Kaffeetasse und Belastungs- und Stabilisierungsexperimente bei einem Kran. Um 17 Uhr gingen die Kurse mit einem kleinen Simulationswettbewerb zu Ende. Alles in allem kann ich nur sagen, dass es eine spannende Erfahrung war, einen Tag „Caesar-Luft“ schnuppern zu können. Dazu kommt, dass das SimuLab eine tolle Ergänzung zu dem Schulunterricht ist, bei dem man leider nicht mit dieser Ausstattung praktisch arbeiten kann. Ich freue mich schon auf die nächsten Kurse. Danke, Stefan, es war ein toller Tag – und ich war dabei!
Berichte zur Mathe-Akademie 2008
Lotta Hinzpeter (Friedrich-Wilhelm-Gymnasium, Köln)
Mathe - voll logisch?
Das war die Fragestellung, mit der ich mich das erste Mal vor einem Jahr konfrontiert sah, damals musste ich die Frage noch mit einem resignierten „Nein!“ beantworten. Anfang der 11ten Klasse war meine erste Klausurnote eine 4+...jetzt, ein Jahr später, hat sich mein Bild von der Mathematik grundlegend geändert. Was dazu beigetragen hat? Ein Lehrer, der es (anders als viele seiner Kollegen) verstand, Mathe gut zu vermitteln, meine erste 1 in Mathe seit der 5. Klasse und, last but not least: meine Herbstferien! Was? Ferien und Mathe? Geht das überhaupt? Definitiv! Zumindest, wenn man sich für die Matheakademie des Forschungszentrums caesar angemeldet hat. Und dort unter der Leitung von Stefan Hartmann, dem wohl enthusiastischsten und begeisterungsfähigsten Mathematiker, den ich bis jetzt kennen gelernt habe, zwei Wochen lang über den eigenen Tellerrand in die große Welt der Mathematik gelugt hat. Ehrlicherweise muss ich hinzufügen, dass ich mit vielen der Begriffe, die dort durch den Raum flogen, nicht allzu viel anfangen konnte, ich war die Einzige, die keinen Mathe-LK belegt hat. Daher ließen Worte wie „Vektor“, „Linearer Kongruenz-Generator“, und co erst einmal imaginäre Fragezeichen über meinem Kopf erscheinen, es sollte allerdings auch nicht allzu lange dauern, bis diese einer leuchtenden Glühbirne wichen. Doch bis dahin ist der Weg das Ziel. Der erste Tag fängt schon mal nicht sonderlich gut an, Bus ausgefallen, zu spät, alleine vor der Tür, Nervosität, Was erwartet mich, was mache ich hier überhaupt? Welches Areal meines Hirns funktionierte nicht richtig, als ich mich bei einer „Matheakademie“ angemeldet hatte? ICH? Kein Mathe-LK, erst seit einem halben Jahr wirklich gut in Mathe, schulischer Schwerpunkt: Sprachen und Bio. Na super, Lotta, da hast du ja wirklich eine tolle Möglichkeit gefunden, deine zwei Wochen Herbstferien rumzukriegen, eingesperrt in einem Raum mit Matheassen, morgens um 06:30 Uhr aufstehen, Duschen, Kaffee runterspülen, zur Bushaltestelle hetzen, den Bus grade noch erwischen, ab zum HBF, noch einen Kaffee, in die RB nach Bonn, in den Bus. Um 5 Uhr abends wieder in den Bus, zum Bonner HBF, in die RB nach Köln, in den Bus, um 8 Uhr zu Hause sein, etwas Essen, und totmüde ins Bett fallen...ja, genau die Herbstferien, die ich mir schon immer gewünscht hatte! Das und ähnliches geht mir am ersten Tag durch den Kopf, als ich vor der Tür stehe, noch nicht wirklich dazu entschlossen, diese auch zu durchschreiten. Die Tür geöffnet ruhen zwanzig Augenpaare fragend auf mir, ich schiebe ein entschuldigendes „Bus ausgefallen.“ hinter meiner Begrüßung ein, mein Blick findet den einzigen freien Stuhl im Raum, ich setze mich, stelle mich kurz vor und verstehe ab da an nur noch meine eigenen Gedanken. Als ich mich umschaue, sind die Blicke auf das Smartboard geheftet, alle machen den Anschein, das Thema zu verstehen. Verzweiflung! Dann, das erste Gesicht, das ich erkenne, hey, mit dem hab ich doch schon mal einen Kurs gehabt? Die Mathakademie ist nämlich nur ein weiterer von vielen Kursen, an denen ich am caesar schon teilnehmen durfte (alle übrigens absolut empfehlenswert!). Erste Erkenntnis: Meine Mitpartizipenten sind allesamt total in der Materie vertieft, wird hier wohl auch Platz für etwas Spaß sein? Entscheidung gefällt: für den Spaß muss ich selber sorgen, also direkt in der selbstständigen Arbeitsphase mit der einzigen bekannten Person (mit Ausnahme von Herrn Hartmann), ein Gespräch angefangen. „Hi, wir hatten doch schon mal zusammen nen Kurs, oder? Bist du nicht der Turner?“ War er, da ich „die Basketballerin“ bin, sind Sportler direkt unter sich, erste Anlaufstelle gefunden, Häkchen in der To-Do-Liste, wieder an die Aufgabe. Diese hat sich in der Zwischenzeit nicht dazu entschlossen, weniger kryptisch zu erscheinen, daher wende ich mich an meinen Sitznachbarn Max. „Verstehst du das?“ „Ja, du nicht?“ „Nicht wirklich, nein, ich habe die Einleitung verpasst“ „Warte, ich erklär's dir kurz......“ Schon besser. Jetzt verstehe ich wenigsten den Großteil der Worte, in den sich daraus ergebenden Zusammenhang weihen mich Sören (der Turner) und mein anderer Sitznachbar, Pascal, gerne ein. Jetzt bin ich mir sicher, eine richtige Entscheidung getroffen zu haben, die zwei Wochen werden definitiv cool! Ab da waren wir ein homogenes, hilfsbereites Team von Mathebegeisterten, die in die „Geheimnisse“ der Mathematik eingeführt wurden. Wir lernten Zufallszahlen kennen und erfuhren, dass diese schwierig zu erzeugen sind, wir simulierten und programmierten, rechneten und redeten (unter anderem beim Mathe-Talk für die Presse), wir erhielten Einblick in das Leben eines Mathematikers, wir besuchten mit dem Arithmeum in Bonn über die Frankfurter Börse bis hin zum Mathematikum in Gießen Anwendungsfelder für Mathematik, kurz: Wir lernten, Mathe nicht als starres Gebilde, sondern als fließendes, faszinierendes und alles durchdringendes Netz von Informationen zu sehen. Zum Inhaltlichen möchte ich anderen das Wort lassen, die schon länger mathebegeistert sind und es mehr als ich vermögen, die komplexeren Zusammenhänge klar darzustellen, ich habe grade erst angefangen, sie zu begreifen. Allen denen, die jetzt denken, es wäre sinnlos, an etwas teilzunehmen, dass man im Endeffekt nicht komplett versteht, kann ich nur wünschen, die Erfahrung der Matheakademie auch zu machen. Denn es ging mir nicht darum, alle mathematischen Zusammenhänge klar zu verstehen, dazu hatte ich zu wenig Zeit, viel faszinierender finde ich, andere Denkstrukturen zu erlernen, neue Lösungsansätze kennenzulernen, Probleme analytisch-strukturiert anzugehen und die Erfahrung zu machen, dass Schulmathematik nur ein kleiner Fisch im Ozean der Zahlen, Formeln und Formen ist. Denn wenn man gerade denkt, man hätte das Komplexeste kennengelernt, zeigt einem Mathe, dass auch das nur die Basis für etwas viel Komplexeres, Faszinierenderes ist. DAS ist mein wesentlicher Lerninhalt. Gerade mit einem geringen Vorwissen hat man den Vorteil, nicht unterfordert zu sein, der Input ist immer maximal und daher hat man eine sehr steile Lernkurve. Für diese einmalige Möglichkeit, für seine Geduld, seine Begeisterung, sein Engagement, seine Aufopferung (zwischendurch verlor er seine Stimme) und nicht zuletzt für seine Zeit möchte ich Stefan Hartmann ganz ausdrücklich und herzlich danken, Stefan, du verstehst es immer wieder, Faszination in uns zu erwecken, die wir vielleicht in der Schule vermissen, danke! Im Nachhinein kann ich nur hoffen, dass sich mir wieder die Chance bietet, an solch einer Veranstaltung teilzunehmen, ich würde auch weitere Ferien gerne opfern, denn ich kann überzeugt sagen, dass dies die am sinnvollsten gefüllten Ferien waren, die ich seit langem hatte!
Julia Kachel (KGS "Herzog Ernst", Gotha, Thüringen)
Am 29.09.2008 begann die Mathe-Akademie und alle Teilnehmer trafen sich im gegen 9:00 Uhr im Bonner Forschungszentrum caesar. Auch wenn wir, die 19 Schüler aus Bonn, Köln, Thüringen und Belgien, uns noch nie vorher gesehen hatten, verband uns doch die Leidenschaft zur Mathematik.
Nachdem uns Stefan Hartmann in das SimuLab, das Schülerlabor des Forschungszentrums, geführt hatte, stellte er sich und caesar zunächst vor. Daraufhin erzählte jeder kurz etwas über sich und seinen mathematischen Hintergrund. Bereits hier herrschte unter den Teilnehmer eine heitere, aber interessierte Stimmung. Schließlich begannen wir den ersten Kurs zu „Stochastischen Simulationen“. Gegen 12:00 Uhr gingen dann alle zum Mittagessen bei caesar; auch hier konnten sich alle noch ein bisschen besser kennen lernen. Nach dem Essen beendete wir noch den Kurs. Um 17:00 Uhr war auch schon der erste Akademietag vorüber. „Ob mein mathematisches Verständnis dafür wirklich ausreicht? Hätte ich die Herbstferien nicht besser anders genutzt, als mich von früh bis spät mit Mathe zu beschäftigen? Solche und ähnliche Gedanken beschäftigten mich noch zu Beginn der Mathe-Akademie“, und damit war Nicolas Jackisch wahrscheinlich nicht alleine. Jedoch verflogen wie bei Nicolas solche Gedanken schnell, als wir in der ersten Woche u.a. die 5 Kurse zur „Stochastischen Simulation“ besuchten: „Dank Stefan Hartmann, der sehr bemüht, geduldig und immer lustig war, glücklicherweise nicht lange. Auch die anderen Akademieteilnehmer waren ausnahmslos sehr nette, ,normale’ junge Leute und keine komischen Exoten oder Strebertypen, wie man hätte befürchten können.“
In der Kursreihe „Stochastische Simulationen“ von Stefan lernten wir, wie man zunächst gute Zufallszahlen generiert, um damit schließlich alltägliche Probleme (z.B. das aus den Spielshows bekannte Ziegenproblem) zu simulieren. Hierfür lernten wir vor allem Visual Basic von Excel näher kennen, um eigene Programme zur Simulation schreiben zu können. Besonders veranschaulicht wurde die Praxis der stochastischen Simulation am Dienstag in einem Vortag „Ist der Zufall fair? – Gleichgewichte in der Natur“ von Harald G. Grohganz, Mitarbeiter des Hausdorff Center for Mathematics. Dieser konnte mit einem speziellen Programm das natürliche Gleichgewicht zwischen Schafen und Wölfen, auch mit veränderlichen Parametern, visualisieren. Zudem fand am Donnerstag der „Mathe-Talk“ statt. Hierfür wurden die Presse, die Förderer, aber auch Eltern und Dozenten in das SimuLab eingeladen. Die Schüler der Akademie berichteten von bisherigen Verlauf der Akademie, aber auch von der besonders guten Stimmung unter den Teilnehmern, denn alle verband hier das Interesse zur Mathematik. Um weitere interessante Einblicke in die Mathematik zu gewinnen, besuchten wir an diesem Tag auch das Arithmeum in Bonn, ein Museum, in dem sich auch das Institut für Diskrete Mathematik befindet. Zunächst wurde uns das Museum vorgestellt und einiges zu den zahlreichen Rechenmaschinen beginnend im Mittelalter bis heute erzählt. Daraufhin erklärte uns Herr Dr. von Randow, der Vater von Clara, einem der teilnehmenden Mädchen der Akademie, noch in seinem Vortrag, was man eigentlich unter Diskreter Mathematik versteht. In diesem Zusammenhang stellte er uns das bekannte Brückenproblem von Euler vor, das in der Graphentheorie verallgemeinert und in abstrakter Form gelöst werden kann. Am Freitag konnten wir im letzten Kurs der Reihe „Stochastische Simulationen“ unsere Kenntnisse aus den vielfältigen stochastischen Simulationen auf die Finanzmathematik anwenden, einem besonders interessanten Thema, vor allem in der derzeitigen Finanzkrise.
Am Montag, dem 6. Oktober, wollten wir nun die Börse in Frankfurt am Main besuchen und anschließend auch das Mathematikum in Gießen. In Frankfurt angekommen, standen wir auch schon kurze Zeit später vor dem ehrwürdigen Gebäude der Frankfurter Börse. Vor diesem sahen wir auch gleich die Wahrzeichen dieser Börse, Bulle und Stier. Doch bevor wir die Börse auch von innen betrachten konnten, erhielten wir eine ausführliche Belehrung und unsere Taschen wurden gescannt. Schließlich wurden wir von einer Dame in einen Vortragsraum begleitet. Hier erklärte sie uns alles, was wir zur Börse wissen sollten, z.B. wie Aktien gehandelt werden oder was der DAX ist. Nach diesem interessanten Vortrag konnten wir nun von einer Besucherplattform aus auf die Börsianer herabschauen. Der Anblick der Börse, den man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, war sehr beeindruckend.
Unter uns wurden auf schwarzen Tafeln die Kurse der wichtigsten Aktien angezeigt. Es waren unglaublich viele Zahlen, denn diese Tafeln zogen sich durch den ganzen Raum. Auf der rechten Seite konnte man auf dieser Tafel auch den Tagesverlauf des DAX sehen. Im Raum unter uns saßen dann die Makler in weißen Kreisen bzw. Halbkreisen. Jeder Makler hatte 6 Bildschirme vor sich. Besonders faszinierend war aber auch der Fußboden, da dieser aus Bodenplatten bestand, auf denen Abkürzungen der einzelnen Unternehmen standen, deren Aktien gehandelt wurden, und diese Kürzel leuchteten bei dem Fall der Aktien rot, bei einer Steigung der Aktie grün auf. Nachdem wir nun einige Zeit die Börse und das Treiben dort unter uns angeschaut hatten, begann man Requisiten für ein Fernsehinterview, direkt zwischen den Börsianer, aufzubauen. Gespannt verfolgten wir nun, wie in der Börse gedreht wird.
Danach verließen wir auch schon wieder die Börse, denn wir wollten heute noch in das Mathematikum in Gießen. Nach einer kleinen Mittagspause und der Zugfahrt nach Gießen fanden wir nach einigem Suchen das Mathematikum, ein mathematischen „Mitmachmuseum“. Dort angekommen, wurde uns zunächst ein Exponat vorgestellt, das den goldenen Schnitt und die Fibonacci-Zahlen veranschaulichen sollte. Nach diesem kleinen Vortrag sollten wir das Mathematikum selbst näher entdecken. Besonders spannend fanden wir z.B. die Suche nach der schwarzen Kugel in 999.999 weißen Kugeln. Das dauerte schon ein bisschen, aber schließlich entdeckten Clara und Sarah stolz die einzige schwarze Kugel.
Aber auch der Brückenbau beeindruckte viele, denn man sollte dabei nur aus Holzstäben eine Brücke erbauen. Faszinierend waren auch die vielen Spiegel, in denen man sich fünffach sah oder Marionette spielen konnte. Interessant waren zudem die Veranschaulichungen von mathematisch abstrakten Begriffen, wie die Unendlichkeit oder Pi. Und wohin das Kind verschwunden ist, das auf dem Bild, das man in zwei Teile zerlegen konnte, mal war oder nicht, wissen wir bis heute nicht. Doch schließlich mussten wir auch wieder nach Bonn zurückfahren, viel zu früh, da wir längst noch nicht alles entdeckt hatten. Die Zugfahrt war dann sehr chaotisch aufgrund mehrerer Komplikationen auf unserer Zugstrecke. Gegen 22:00 Uhr erreichten wir dann Bonn und damit ging ein langer Tag zu Ende, den wohl keiner so schnell vergessen wird. Am nächsten Tag ging es gleich früh weiter. Heute wollten wir C-Programmieren lernen. Stefan erklärte uns sehr geduldig die wichtigsten Grundlagen, sodass wir am Ende des Tages sogar schon kleinere Programme selber schreiben konnten. Zwischenzeitlich lauschten wir noch einem sehr interessanten Vortrag zur Kryptographie von Prof. Dr. Richter. Er erläuterte verschiedene Verschlüsselungstechniken von den Anfängen bis zu den heute verwendeten Methoden (RSA), die mit derzeitigen Mittel nicht zu entschlüsseln sind
Am darauffolgenden Tag lernten wir viel über neuronale Netze. Stefan erklärte uns, wie sie funktionieren und was es für unterschiedliche Arten gibt. Am Ende des Tages konnten wir dann viele verschiedene Programme ausprobieren, die diese neuronalen Netze als Grundlage hatten. Vor allem ein Spiel fesselte uns alle. Man musste hierbei immer eins, zwei oder drei Stäbchen nehmen und versuchen nicht das letzte zu ziehen, da man ansonsten verloren hatte. Nach einigen Versuchen hatte der Computer durch neuronale Netze so gut gelernt, dass wir ihn kaum noch schlagen konnten. Am Donnerstag hörten wir viele Vorträge von Professoren. Der erste Vortrag „Randomisierte Tests – Welche Therapie ist besser? Simulation klärt auf!“ handelte von einem medizinischen Problem, das erst durch mathematische Methoden gut lösbar war. Dabei erklärte Prof. Dr. Manfred Berres, dass man zwar viele Tests benötigt um statistisch gute Ergebnisse zu haben, allerdings könne man logistisch nicht so viele Tests machen. Deshalb kann man einen Teil der Tests mathematisch simulieren, also eine weitere Anwendung unserer Kursreihe „Stochastische Simulationen“ aus der ersten Woche. Anschließend erklärte uns Stefan an biologischen Beispielen, wie Differentialgleichungen funktionieren. Nach der Mittagspause erklärte Prof. Dr. Michael Kinder in seinem Vortrag über „Lineare Optimierung“, wie ein Bauer seinen Gewinn optimieren kann, indem er unterschiedlich viele Kühe und Schafe unter vorgegebenen Rahmenbedingungen hält. Interessant war dieser Vortrag vor allem deswegen, da es nach einem schulmathematischem Problem aussieht, allerdings durch diese Methoden nicht zu lösen ist, sodass wir eine ganz neue Methode für derartige Probleme entwickelt haben. Auch der nächste Vortrag zum Thema „Computertomographie“ von Prof. Dr. Ilona Weinreich beeindruckte uns, da uns in diesem Vortrag genau erklärt wurde, wie ein Computertopograph Bilder entwickelt, was erstaunlicherweise auf rein mathematischen Methoden beruht. Im letzten Vortrag des Tages über „Algorithmen“ erklärte uns Andreas Beschorner, wie die Spracherkennung beispielsweise in einem Handy überhaupt erst durch mathematische Methoden funktionieren kann.
Nach den letzten zwei Wochen und besonders nach diesem Tag war uns allen klar, was Elena Luk, die in der zweiten Woche für einen erkrankten Teilnehmer einsprang, später auch formulierte: „Egal für welchen Beruf du dich interessierst, Mathe brauchst du überall!“ Alle hatten mittlerweile also schon eine Menge dazu gelernt und es machte immer mehr Spaß, da wir uns auch immer besser kennen lernten. „Mathe in angenehmer Atmosphäre mit interessierten Gleichgesinnten ist ein riesen Spaß, besonders wenn es mittelmäßiges Mittagessen gibt und eine Reihe exzellenter Vorträge.“, fasste Philipp Gampe die Zeit zusammen.
Am letzten Tag der Akademie erwartete uns noch ein richtiges Highlight: Wir besuchten die Rückversicherung SCOR Global Life Deutschland in Köln und wurden dabei sehr herzlich von zwei Mathematikern begrüßt, die bei SCOR als Aktuare arbeiten. Es wartete auch ein kleines Präsent auf uns. Kurz darauf begann der Aktuar Markus Gottwald mit seinem Vortrag zum Thema „Pricing in der Lebensrückversicherung“. Sein Vortrag war besonders anschaulich und verständlich, da er die schwierigen Sachverhalte an einfachen Beispielen erklärte und auch immer darauf achtete, dass alle die Grundideen verstanden. So erklärte er uns, dass sich Versicherungen gegenseitig versichern, sodass das Risiko für jede einzelne Versicherung eher gering ist.
Doch Herr Gottwald ging nicht nur darauf ein, wie Rückversicherungen funktionieren und wie Preise für Versicherungsprodukte festgesetzt werden, sondern beschrieb auch, ebenso wie Herr Dr. Hefer, seinen eigenen Werdegang und die Schwierigkeiten, aber auch die Vorzüge eines Mathematik-Studiums, was uns als vielleicht angehende Mathematiker besonders interessierte. Diese und andere Themen wurden in der an den Vortrag anschließenden Fragerunde besprochen, in der wir alle Fragen zum Studium, aber auch zum Berufsfeld eines Mathematikers los werden konnten. Zwischenzeitlich besuchte uns auch der Leiter der Kölner Niederlassung und beschrieb den außergewöhnlich guten Arbeitsmarkt für Mathematiker. Insgesamt nahm man sich bei SCOR sehr viel Zeit für uns. Nachdem alle Fragen geklärt waren, fuhren wir wieder nach Bonn zurück.
Dort hörten wir uns noch einen interessanten Vortrag von Prof. Dr. Uwe Jäkel zum Thema „Genetische Algorithmen zur Lösung komplexer mathematischer Probleme“ an. Während dieses Vortrags besuchte uns auch der Kopfrechenweltmeister Dr. Dr. Gert Mittring, der sein Können auch gleich während des Vortrags unter Beweis stellen konnte. Nach diesem interessanten Vortrag zeigte Herr Mittring uns noch weitere faszinierende Tricks zum Kopfrechnen und löste auch selber sehr schwierige Aufgaben, z.B. zog er die π-te Wurzel aus einer zwölfstelligen Zahl im Kopf. Anschließend ließen wir die interessante Akademie-Zeit in der Bonner Innenstadt in Begleitung von Herrn Mittring und Herrn Jäkel ausklingen. Noch lange saßen alle zusammen in dem Restaurant und genossen die verbleibende Zeit zusammen, denn mittlerweile waren wir uns alle ans Herz gewachsen und konnten kaum glauben, dass wir viele schon ab morgen nicht mehr so schnell wiedersehen werden. „Ich fand die Stimmung während der Akademie beachtenswert, ich habe mich selten in einer Gruppe so wohl gefühlt, wahrscheinlich auch daher, dass alle motiviert waren. Wenn schon die Herbstferien opfern, dann wenigstens auf für etwas sinnvolles, das horizonterweiternd wirkt“, fasst Eva-Lotta Hinzpeter die Zeit zusammen. Auch Nicolas Jackisch war von den besonderen zwei Wochen begeistert: „Die beiden Wochen sind wie im Fluge vergangen und haben mir viele neue Eindrücke und Erkenntnisse beschert. Solche Möglichkeiten sollte es viel häufiger geben und ähnliche Veranstaltungen müssten auch in anderen Fächern angeboten werden. Das würde allen Teilnehmern solcher Programme eine passende Berufswahl wesentlich erleichtern und gleichzeitig helfen, mehr Leute für naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern.“
Nicolas Jackisch (Gymnasium am Oelberg, Königswinter-Oberpleis)
Die Mathe-Akademie war ein tolles Erlebnis und hat echt Spaß gemacht, nicht zuletzt dank Stefan Hartmann, der immer locker, lustig und sehr engagiert und hilfsbereit war. Selbst für Leute wie mich, die nicht gerade Mathe-Freaks sind, waren die verschiedenen Simulationen und Programmieraufgaben sehr interessant und, da gut erklärt, auch verständlich. Das ganze Programm war mit unterschiedlichen Vorträgen und Besuchen abwechslungsreich gestaltet und sehr eindrucksvoll und aufschlussreich. Besonders beeindruckend fand ich den Besuch bei der Rückversicherung Scor Global Life Deutschland in Köln. Auch war es super den Weltmeister im Kopfrechnen, Dr. Dr. Gert Mittring, persönlich kennen zu lernen und eine Kostprobe seiner "Kunst" zu erhalten. Die Mathe-Akademie hat mir gezeigt, welche verschiedenen beruflichen Möglichkeiten ein Mathestudium eröffnet und dass Mathe sehr spannend sein kann. Ich bin froh, die Chance der Teilnahme genutzt zu haben. Herzlichen Dank vor allem an Stefan Hartmann und natürlich an die Förderer und das Forschungszentrum caesar, die die Akademie ermöglicht haben.
Anmerkung: Hintergründe zur Mathe-Akademie findet man hier.
Ältere Berichte zu den SimuLab-Kursen
Michael Fuchs (Bodelschwingh-Gymnasium, Herchen)
Auf das Schülerangebot von caesar bin ich zufällig beim Stöbern im Internet gestoßen. Da ich mich generell für Naturwissenschaften interessiere und für die Osterferien noch keine anderen Pläne hatte, habe ich mich gleich für mehrere Kurse im SimuLab bei caesar angemeldet. Da ich etwas weiter entfernt von Bonn wohne, war die Anreise (inklusive das frühe Aufstehen in den Ferien) relativ aufwändig, aber es hat sich definitiv gelohnt. Egal ob jetzt Simulationskurs oder Experimentalkurs, das SimuLab ermöglicht Einblicke in die praktischen Anwendungsgebiete der Naturwissenschaften, die im größtenteils theoretischen Schulunterricht entweder nicht vorgesehen sind oder für die die Zeit fehlt. Dieser Praxisbezug macht es, vor allem wahrscheinlich auch für jüngere Schüler, die die theoretischen Komponenten im Schulunterricht noch nicht behandelt haben, leichter und angenehmer in das Thema einzusteigen, welches Herr Hartmann in dem jeweiligen Kursus dann auf eine spielerische aber trotzdem anspruchsvolle Weise vermittelt. Ich für meinen Teil werde gerne an weiteren SimuLab Kursen teilnehmen. Vor allem die derzeitige Umstrukturierung von caesar und damit auch des SimuLabs in Richtung Biologie und Neurowissenschaften finde ich super, da ich mich für Biologie und Chemie besonders interessiere. Ich freue mich also schon auf viele weitere spannende Neurobiologie-Themen und Kurse.
Irina Zettelmeyer (Städtisches Siebengebirgsgymnasium, Bad Honnef)
„Hast du heute Nachmittagssport, oder warum isst du in der Mensa?“, wurde ich gefragt, als ich Ende November genüsslich mein Gyros mit Pommes und Salat aß. „Nein“, lachte ich und erklärte, dass ich an jenem Nachmittag ins „caesar-Institut“ fahren würde, um dort an einem Vortrag für Schülerinnen und Schüler über Neurobiologie teilzunehmen. Leicht entsetzt hörte ich: „In Deiner Freizeit?“ Ja, so war es. Herr Dr. aufm Kampe hatte mich zuvor gefragt, ob ich Lust hätte, mal zu einen Kurs im „caesar-Institut“ zu gehen, weil mich Biologie interessiert und ich muss sagen, dass es sich wirklich gelohnt hat. „caesar“, das steht für „center of advanced European studies and research“ und dabei handelt es sich um ein Forschungsinstitut, in der Trägerschaft einer gemeinnützigen Stiftung, welches demnächst im Gebiet der Neurowissenschaften forscht. Der Hauptsitz liegt direkt an der Rheinaue, in einem 2003 fertig gestellten, futuristischen Neubau in Bonn-Plittersdorf. Das „caesar-Institut“ bietet sogenannte SimuLab-Kurse für Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse an. Dabei handelt es sich um ein- bis zweitägige Kurse am Nachmittag, in denen man nicht nur einen Einführungsvortrag zu einem Thema hört, sondern auch am Computer Simulationen durchführen kann. Dadurch wird das Thema viel anschaulicher und „greifbarer“. In dem Kurs „Einführung in die Neurobiologie“ hörten wir, 8 SchülerInnen unterschiedlicher Schulen in der Bonner Region, zuerst interessante Fakten über Nervenzellen, den Prozess der synaptischen Übertragung, über die Haarsinneszellen im Ohr, die für den Gleichgewichtssinn eine entscheidende Rolle spielen, und über die Reizung von Lichtsinneszellen im Auge. Danach konnten wir diese Erscheinungen und Phänomene anhand der Simulationen am Computer mit eigenen Augen sehen und unter verschiedenen Bedingungen austesten. Beispielsweise sah man, wie die Übertragung eines Signals von einer Nervenzelle zur anderen Nervenzelle vor sich geht und welche Stoffe für diesen chemischen Prozess verantwortlich sind. So erfuhren wir auch die genaue Wirkungsweise von Nervengiften, wie sie z.B. in der Schädlingsbekämpfung gegen Insekten eingesetzt werden. So setzen z.B. Alkylphosphate ein bestimmtes Enzym außer Kraft. Sokrates, der griechische Philosoph, starb bekanntlich an einem Becher mit Schierling. Diese Pflanze enthält Coniin, wodurch es zur Lähmung der Atemmuskulatur kommt. Insgesamt hatte mir der erste Kurs so gut gefallen, dass ich daraufhin noch einen zweiten Kurs besuchte, der sich mit dynamischen Systemen in der Natur befasste. Unter anderem untersuchten wir am Computer, wie sich der Thunfischbestand im Ostatlantik, je nach Höhe der Fangquote, regeneriert. Ich kann die Kurse am „caesar-Institut“ nur weiterempfehlen. Allerdings sind die Themeninhalte nicht immer einfach zu verstehen, weshalb manche Kurse erst für Oberstufenschüler geeignet sind.
Lena Herscheid (St. Adelheid-Gymnasium, Bonn)
Ich habe mit dem SimuLab sehr gute Erfahrungen gemacht, weil es mir die Möglichkeit gibt, mich über Themen zu informieren, die in der Schule nicht unterrichtet werden. Stefan hat uns das alles sehr verständlich erklärt, sodass ich viel mehr gelernt habe als in manch einer Schulstunde... Ich finde es sehr gut, dass man im SimuLab auch praktisch viel selbst machen kann, zum Beispiel Simulationen programmieren, wobei man seine neu erworbenen Kenntnisse dann anwendet. Hinzu kommt, dass das SimuLab sich von anderen Schülerlaboren unterscheidet, weil man dort nicht experimentiert, sondern diese Experimente gleich simuliert, was, wie ich finde, sehr praktisch ist und in Zukunft auch immer mehr gemacht werden wird. Als ich mich für den neuen Neurobiologie-Kurs angemeldet hatte, war ich nicht ganz unvoreingenommen, da das Fach Biologie niemals zu meinen Stärken oder Lieblingsfächern gehört hatte. Nach dem zweitägigen Kurs war ich jedoch sehr positiv überrascht, da die Präsentation sehr anschaulich und gut verständlich war. Die Vorgänge in unseren Nervenbahnen sind mir nun viel besser verständlich als sie es noch vor drei Jahren in meiner letzten Biologie-Schulstunde waren. In der Hinsicht war es also eine gute Ergänzung zum Schulunterricht. Besonders hat mir auch das diesjährige Osterferienprogramm beim SimuLab gefallen. Im HPLC-Experimentalkurs hatte man die Möglichkeit, Laborluft zu schnuppern und selbst tätig zu werden, außerdem hat mir der Kurs einen super Einblick in Forschungsarbeit und moderne Trennverfahren gewährt. Darüber hinaus gab es in den Ferien noch einen Kurs zu dynamischen Systemen in der Physik, der ebenfalls sehr anschaulich erklärt und hochinteressant war. Nun freue ich mich auf jeden Fall auf den nächsten SimuLab-Kurs, an dem ich auf jeden Fall gerne teilnehmen werde. Insgesamt ist das SimuLab meiner Meinung nach genau das richtige für interessierte Schüler/Schülerinnen, und sollte aus diesem Grund noch mehr gefördert werden.
Nele Hinzpeter (Liebfrauenschule, Köln)
Das erste, was ich dachte, als ich die anderen Kursteilnehmer sah, war: "Oh mein Gott, die sind ja alle viel älter als ich." Ich mit meinen 14 Jahren hatte noch nicht viel von Neurobiologie gehört und wusste nicht, worauf ich mich da "eingelassen" hatte. Aber es sollte sich alles als gar nicht so schwer herausstellen. Also saß ich dann oben im SimuLab auf meinem Stuhl und hatte am Anfang gar keine Ahnung, wovon gesprochen wurde. Zellaufbau. Peripheres Nervensystem. Und so weiter. Mehr als, wie die Wörter buchstabiert wurden, wusste ich nicht. Ich konnte dem nicht richtig folgen. Doch als ich dann an den ersten Aufgaben zum Aufbau der Nervenzelle saß konnte ich mich an alles noch ziemlich genau erinnern und hatte wenigstens noch die vielen verschiedenen Begriffe aus dem langen Vortrag präsent. Dies war insofern eine große Hilfe, als das ich immer wieder unauffällig nachschauen konnte, wo sich Axone, Dendriten und Schwann-Zellen befanden und was für Aufgaben sie hatten. Am Computer stellte sich alles als sehr viel einfacher, als von mir angenommen heraus und die einzelnen Puzzlestücke setzten sich allmählich zusammen. Auch wenn ich zuerst nicht wusste, was ich eigentlich gemacht habe und was das alles miteinander zu tun hat, konnte ich mir am Schluss ein gutes Bild zur elektrischen Axonreizung machen. Wer hätte das gedacht, wo ich im Biologieunterricht doch gerade mal bei der Biene angekommen bin. Ein paar Probleme bereiteten mir die Aufgaben schon, vor allem wenn es darum ging, mich mit mir neuen Techniken auseinanderzusetzen. Zehnerpotenzen und all so was hatte ich noch nie durchgenommen. Doch ich konnte feststellen, dass ich gar nicht hinterhinkte und kam am zweite Tag voller Vorfreude wieder. Dieser verlief eigentlich so ähnlich wie der erste Tag. Nach dem anfänglichen Vortrag (es sollten sich ausnahmslos alle als sehr interessant herausstellen) wusste ich noch nicht wirklich, wie alles funktioniert, doch als ich mir die Simulationen angeschaut hatte, war alles eigentlich ganz einfach. Nach diesem Tag konnte ich (wieder einmal) glücklich nach Hause gehen und werde auf jeden Fall wiederkommen. Insgesamt war der Kurs sehr überzeugend, der Kurs war nicht überfüllt und die Teilnehmer waren alle motiviert, lernwillig und freundlich. Abgesehen von ein paar technischen Problemen (die mich zu verfolgen scheinen) lief der Kurs wirklich reibungslos ab und die Möglichkeiten des SimuLab waren schlichtweg beeindruckend. Man konnte sehr viel Neues lernen und die Organisation und Mühe, die hinter dem Ganzen steckten, war einfach nur unglaublich. Es war nicht zu schwer und nicht zu einfach, es war wirklich eine Freude teilzunehmen. Und für mich war dies, trotz meines Alters, die beste Veranstaltung dieser Art, an der ich je teilgenommen habe. Abschließend kann ich nur sagen, es lohnt sich definitiv zu kommen, und wer dies nicht tut ist selber schuld.
Dimitri Fridman (Rhein-Sieg-Gymnasium, St. Augustin)
Bewertung des Simulabkurses „Einführung in die Neurobiologie“
Den vom 13.09.2007 bis zum 14.09.2007 von S. Hartmann geleiteten SimuLabkurs „Einführung in die Neurobiologie“ in der Stiftung caesar kann ich mit einem „sehr gut“ bewerten. Die Basis, auf welcher dieser Eindruck entstanden ist, ist die folgende:
1) Der Leiter des Kurses besaß hervorragende Kenntnisse über das behandelte Themengebiet, sodass so gut wie keine Fragen offen geblieben sind.
2) Das Themengebiet „Neurobiologie“ ist von der Landesregierung im Zentralabitur vorgeschrieben, weshalb sich der Kursinhalt hervorragend mit dem schulischen deckt.
3) Das Thema wurde sehr ausführlich besprochen. Die Ausführlichkeit entspricht mindestens dem Niveau eines Leistungskurses Biologie und ging teilweise darüber hinaus, weshalb man neues Wissen gewinnen konnte und ungeklärte Fragen –wie bereits oben angeführt- nicht offen geblieben sind. Trotz dieser Umstände hatte der Kurs auch Neugierigen eine gute Einführung in das Themengebiet geboten.
4) Das Arbeiten mit Simulationsprogrammen an den Laptops war eine sinnvolle Hilfestellung zur tieferen Verständnis der Neurobiologie als auch das Arbeiten mit einer Powerpointpräsentation.
5) Ein weiterer positiver Aspekt des Kurses, ist die Tatsache, dass alles Besprochene sich auf dem neuesten Stand der Wissenschaft befunden hat (Wie kann es auch anders sein?). Ebenfalls ist zu vermerken, dass der behandelte Stoff hochqualitativen Biologielehrbüchern entnommen worden ist, was Zugang und Verständnis erleichterte.
6) Die Atmosphäre unter den „Schülern“ ist hervorragend, sodass man sich wohlfühlte. Aufgrund der obigen Feststellungen bin ich zwingend zu der Bewertung „sehr gut“ gekommen.
Bewertung des Experimentalkurses "HPLC-Messungen zur Bestimmung des Koffeingehaltes einiger Kaffee- und Teeproben"
Der Kurs "HPLC-Messungen zur Bestimmung des Koffeingehaltes einiger Kaffee- und Teeproben" vom 03.12.07 (Testlauf) ist mit einem "sehr gut" zu bewerten. Zu dieser Bewertung komme ich aus folgenden Gründen:
1) Der Kurs hat eine sehr gute theoretische Einführung in die Methodik des HPLC-Tests geboten, obgleich es für Laien nicht sehr einfach ist, die Funktionsweise der Methode detailliert zu verstehen.
2) Die technischen Laborassistenten hatten sichtlich hervorragendes Wissen über die Methodik, sodass man fFagen stellen konnte, die in voller Ausführlichkeit beantwortet worden waren, unabhängig von der Art der Fragen.
3) Es ist die Möglichkeit geboten worden, die Theorie in vollem Umfang in die Praxis umzusetzen, was exzellent funktioniert hat, da die theoretischen Grundlagen, die man vor der Praxis erfährt, dazu selbst den Unerfahrendsten befähigen. Alles in allem also ein voller Erfolg aufgrund der genannten Punkte, wobei man sich gewünscht hätte auch die HPLC-Anlage vorzubereiten, was aber aus Zeit- und Sicherheitsgründen nicht möglich gewesen ist. Verständlich.
Larissa Berger (Städtisches Gymnasium, Hennef):
Ein glücklicher Zufall führte mich vor ungefähr 2 Jahren zum SimuLab im Forschungszentrum caesar. Eigentlich suchte ich damals einen Platz für den Girlsday, den ich beim caesar schließlich auch fand. Zusätzlich lud mich Stefan Hartmann, der dort den Girlsday betreute bzw. noch immer betreut, zu einem „mathematischen“ Kurs ein. Ich hatte damals keine Ahnung, was mich erwarten würde. Ich ging „just for fun“ einfach hin, da mich Mathematik sowieso interessierte bzw. noch immer interessiert. 2 Jahre und 5 Kurse später kann ich sagen, dass ich im Simulab eine Menge Spaß hatte, viel gelernt habe und eigentlich immer nur davon profitiert habe. Anfangs war ich bei den Kursen oft eine der jüngsten Teilnehmer und hatte daher nur sehr wenig Ahnung von den Themen. Stefan erklärte aber alles immer so, dass auch ich es verstand. So schaffte er es immer wieder trotz meiner mangelnden mathematischen Kenntnisse alles verständlich und einleuchtend zu vermitteln. Vor allem seine persönliche Zuwendung ist oft sehr hilfreich. Zum Beispiel habe ich sehr wenig Ahnung vom Programmieren, da ich mich eigentlich gar nicht damit beschäftige und auch nicht Informatik als Fach in der Schule habe. Trotzdem konnte ich meistens am Ende eines Kurses die erforderlichen Programme erstellen, da Stefan mir die Grundlagen durch kleine Hilfestellungen vermittelte. Gerade dieses Merkmal unterscheidet das SimuLab grundlegend vom Schulunterricht. Es wird sowohl auf einzelne Talente und Begabungen als auch auf persönliche Vorkenntnisse so eingegangen, dass am Ende jeder viel dazu gelernt hat. Das liegt daran, dass Stefan jedem einzelnen Schüler viel Aufmerksamkeit entgegen bringt und ihn nach seinem Können fordert und unterstützt. Ein weiteres positives Merkmal des Simulabs ist die Balance zwischen Theorie und Praxis. Gerade theoretisch Erlerntes wird meist direkt durch eine Simulation oder ähnliches praktisch umgesetzt. Das Simulab basiert eben nicht auf einem Frontalvortrag, sondern besteht aus dem Erklären von Stefan, dem gemeinsamen Überlegen aller Teilnehmer und dem praktischen Umsetzten des Stoffs durch jeden einzelnen Teilnehmer. Man hat nie das Gefühl, dass Stefan sich wie ein Lehrer als „Inhaber des absoluten Wissens“ darstellt. Vielmehr überlegt er auch oft gemeinsam mit den Schülern und gesteht eigene Fehler ein. Dadurch sind die Kurse menschlich sehr angenehm. Auch die Themenschwerpunkte unterscheiden sich weitesgehend vom schulischen Stoff. Oft sind es Inhalte, die wesentlich interessanter als der Schulstoff sind, aber auf Grund der Vorschriften nicht im Schulunterricht besprochen werden können. Dazu ist zum Beispiel das Gebiet der Zufallszahlen zu nennen. Die Kurse wären aber nur halb so gut, wenn nicht stets eine gute Stimmung herrschen würde. Man lernt in einer gelösten und lockeren Atmosphäre. Natürlich gibt es auch immer viel zu Lachen. Dadurch sind die Kurse nicht zu trocken und doch anspruchsvoll. Insgesamt kann man sagen, dass man nach einem Kurs im Simulab stets viel neues Wissen, eine schöne Erinnerung und noch gesteigerte Freude an der Mathematik mit nach Hause nimmt. Dies liegt nicht zuletzt an der großen Mühe und persönlichen Freude, die Stefan in dieses Projekt steckt.
Martin Weber (Bodelschwingh-Gymnasium, Herchen):
Alles begann vor ca. 2 Jahren im Frühjahr 2004, als mir mein damaliger Mathelehrer ein Fax von Stefan Hartmann über das SimuLab und seinen ersten Kurs über Zufallszahlen in die Hand drückte und meinte, ob ich da nicht mal hingehen wolle, das sei doch bestimmt was für mich. Eine solche Einladung ließ ich mir natürlich nicht entgehen, auch wenn ich bis dato noch nie etwas von „Caesar“ geschweige denn dem SimuLab gehört hatte. So trug es sich also zu, dass ich nach erfolgreicher Anmeldung im Mai desselben Jahres erwartungsvoll in dieses große Glashaus, mit der komischen roten Säule vor der Tür, trat. Anfänglich ein wenig skeptisch, auf was ich mich da eingelassen hatte, verflogen meine Zweifel sofort, nachdem ich Stefan kennen gelernt und das SimuLab zum erste Mal betreten hatte. Direkt fühlte ich mich wohl in einer Umgebung voller Leute, die genauso viel Spaß an der Mathematik hatten wie ich. Auch waren schon nach dem ersten der zwei Kurstage alle Zweifel, ob ich den Stoff auch verstehe und nicht nur in einer Runde von Übermathematikern sitze, beseitigt. Stefan erklärte alle Themen mit einem souveränen Fachwissen, ohne dabei jedoch zu schnell oder unverständlich zu werden. Und auch wenn mal Fragen aufkamen, wurden diese sofort in gewohnt verständlicher Weise geklärt. Mein erster SimuLab-Kurs gefiel mir also auf Anhieb. Danke der angenehmen Atmosphäre und dem netten Kursleiter kam es dazu, dass ich nach nur zwei Monaten, im Juli 2004, schon wieder im SimuLab saß und meinen zweiten Kurs mitmachte. Dieser verlief in ähnlicher Weise und machte genauso großen Spaß. Dies waren meine ersten Erfahrungen mit dem SimuLab und heute kann ich auf insgesamt 5 Kurse und zahlreiche andere Veranstaltungen und Vorlesungen bei Caesar zurückblicken, die alle sehr interessant waren. Besonders spannend waren jedoch immer Stefans Kurse, die maßgeblich zu meinem Interesse an der Mathematik und zur Entscheidung Mathe zu studieren beigetragen haben. In diesem Sinne möchte ich mich ganz herzlich bei Stefan bedanken und ihn für seine tolle Arbeit im SimuLab loben. Ich freue mich schon auf den nächsten Kurs im April!
Jan Malte Bachmann (Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium, Bonn):
Ich habe bisher an 3 Kursen des SimuLabs teilgenommen: "Die Erzeugung von Pseudo-Zufallszahlen", "Erste stochastische Simulationen" und "Weitere stochastische Simulationen". Alle drei Kurse waren sehr interessant. Dadurch, dass man selber aktiv die Simulationen am PC programmieren kann und nicht, wie in der Schule, alles vorgekaut bekommt, lernt man alles ziemlich schnell und es macht natürlich auch mehr Spaß. Da die Kurse von allerhöchstens höchstens 12 Schülern besucht werden können, kann der Lehrer sich sehr gut mit jedem Schüler befassen und ihm bei Problemen gut helfen. Und wenn jemand etwas nicht direkt versteht, geht der Lehrer auf ihn ein und versucht ihm seine Denkblokade durch verschiedene Erklärungen zu durchbrechen. Allgemein ist das Arbeitsklima und die Atmosphäre sehr freundlich. Weil der Raum ganz normal ist und nicht das Aussehen eines Klassenzimmers hat sind die Schüler nicht untergeordnet, sondern viel eher dem Lehrer gleichgestellt, da der Lehrer jeden einzelnen ernst nimmt. Aber insbesondere gefiel mir, dass der Schüler in den Kursen selber am PC arbeiten und sich auch selber Dinge erarbeiten konnte und das man die Ergebnisse (Simulationen) auch selber ausprobieren konnte. Außerdem wurde alles sehr gut erklärt, so dass auch jemand ohne Vorkenntnisse es hätte verstehen können. Das Ausprobieren, Selber-Erarbeiten und -Verstehen lässt der Mathematikunterricht in der Schule häufig vermissen. Nachdem ich diese 3 Kurse gemacht habe, werde ich natürlich weitere Kurse besuchen und mein Berufsorientierungspraktikum in der 11 auch im SimuLab machen.
Hagen Stille (Clara-Schumann-Gymnasium, Bonn):
Ich habe trotz Sonnenscheins an drei Kursen in einem bequemen Drehstuhl vor einem der schönen Laptops teilgenommen. Diese Kurse waren: "Das virtuelle Physiklabor am Computer", "erste stochastische Simulationen" und "weitere stochastische Simulationen". Es gab kostenlos Mineralwasser und eine schöne, große, elektronische Tafel. Bei dem Physiklabor hat mir gefallen, dass wir echte Maschinen simuliert haben, zum Beispiel haben wir auf dem Computer einen Kran gebaut, ein Gewicht an den Ausleger gehängt und beobachtet wie sich das Gewicht auf den Kran auswirkt. Aus den beiden anderen Kursen konnte ich in meiner Schulklasse Inhalte vortragen. Durch das Lernen im Simulab bin ich meinen Klassenkameraden bei der Wahrscheinlichkeitsrechnung um Längen voraus und kann mich mit meinen naturwissenschaftlichen Lehrern auf hohem Niveau unterhalten. Neben SimuLab habe ich mir auch zwei Vorträgen über Simulationen zur Proteinforschung und dem Lotuseffekt in Caesar angehört. Obwohl ich erst in der 10. Klasse bin und nicht alles verstehe, was Herr Hartmann uns erklärt, macht es mir doch sehr viel Spaß die schwierigen und komplexen Zusammenhänge zu verstehen und nachzuvollziehen. Dieser hohe Anspruch, der mir in der Schule nicht geboten wird, ist eine herausfordernde Erfahrung und bereitet auch irgendwie auf die Studienzeit vor, obwohl diese noch weit entfernt ist. Die Stimmung im SimuLab ist einmalig. Zum Einen besteht die Gruppe aus weniger als zehn Schülern, man ist sozusagen unter sich, und zum anderen wird uns der Stoff aus einem Mathematikstudium geboten und das von einem professionellen und engagierten Mathematiker. Außerordentlich gut ist die Beziehung zwischen den Schülern und Herr Hartmann. Es ist keine typische Lehrer-Schüler-Beziehung, sondern wir gehen sehr freundschaftlich und angenehm mit einander um. Herr Hartmann ist im eigentlichen Sinne gar kein Lehrer. Wir duzen uns und er gibt uns immer kleine Tipps, wenn wir nicht auf die Lösungen kommen. Er nimmt sich immer für jeden Schüler Zeit, wenn er etwas nicht versteht und passt das Tempo seines Vortrages an den schwächsten Teilnehmer an. Die Inhalte, die einem im Simulab geboten werden, sind mehr als nur spannend und interessant. Die Themen und die Probleme, die dort gestellt werden, sind einfach genial. Solche Fragestellungen wurden mir nie bei der Mathematik-Olympiade oder bei dem Mathe-Känguru gestellt oder selber einfallen. Obwohl die Fragestellung oft trivial ist, sind die Lösungen hoch komplex. Die stochastischen Simulation sind eine schöne Ergänzung zu meinem eigentlichen Schulunterricht. Mein Mathelehrer wird wahrscheinlich dieses Thema weglassen und so hätte ich nie etwas über Wahrscheinlichkeitsrechnung gelernt. Außerdem ist es ein reizvoller Ausgleich zu dem monotonen und simplen Mathematikunterricht in der Schule. Man wird sozusagen spitzen-forschungs-gefördert. Die Kurse geben mir immer wieder einen Ruck mich mit der hohen und schwierigen Mathematik auseinander zusetzen. Sie wecken quasi meine Lust mich weiter zu bilden und zu entwickeln.
Joergen D. Stille (Clara-Schumann-Gymnasium, Bonn):
Ich war sozusagen bei der Geburtsstunde des Simulabs dabei und habe seitdem keinen einzigen Kurs verpasst. Auch habe ich schon in einem freiwilligen Praktikum Programme vorbereitend für den Kurs "stochastische Simulationen" geschrieben. Ich freue mich immer wieder auf die sehr spannenden und thematisch neuen und informativen Vorträge von Stefan Hartmann. In den Kursen werden Themenbereiche angeschnitten, welche mir bis dahin nur aus Vorlesungen an der Universität bekannt waren. Besonders gut finde ich, dass die Schüler zusammen im Team eine Lösung für eine alltägliche Fragestellung durch Simulationen und eigenen Programmen am PC erarbeiten können. Der "Lehrer" führt immer spannend und einfach verständlich in den jeweiligen Kurs ein, er geht auf jede Frage ein und beschäftigt sich mit der Simulation, die gerade nicht so will wie ihr Programmierer, auch über die eigentliche Kursdauer hinaus. Ihm ist sehr wichtig, dass jeder sich ernst genommen fühlt und geht aus diesem Grund ganz speziell auf jede Frage ein. Die vermittelten Inhalte und die Thematiken führen in neue und spannende Abschnitte der Mathematik ein. Interessant wird es dadurch, dass die Lösungsstrategie des Einzelnen zählt und nicht die "richtige". Hauptsächlich geht es um die mathematische Abbildung von Fragestellungen, deren theoretischer Ansatz zu kompliziert für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe ist, aber deren praktischer Ansatz leicht verständlich ist. Die kleinen Gruppen, welche es ermöglichen auf den Einzelnen einzugehen, und das Arbeiten mit dem Medium PC haben mir gezeigt, dass es auch eine andere Art und Weise gibt, wie man Schülerinnen und Schülern Wissen dauerhaft vermitteln kann. Außerdem ist mir bis dahin das Prinzip der Informatik als Lösung mathematischer Fragestellungen nicht im Mathematikunterricht begegnet. In meinem Praktikum bei Caesar und den Simulab-Kursen habe ich gelernt mit Excel-Basic zu programmieren. Seitdem wir im Mathematik-Leistungskurs einen graphischen Taschenrechner benutzen, benutze ich meine Kenntnisse um auf diesem programmierbaren Taschenrechner Programme zu schreiben, welche mir besonders in der Thematik des Vektorenrechnens sehr hilfreich sind. Auch verfügt mein Rechner inzwischen über einen Zufallsgenerator.
Jörg Fleischhack (Nicolaus-Cusanus-Gymnasium, Bonn)
Das Thema, mit dem wir uns im Schülerlabor SimuLab des Forschungsinstitutes caesar beschäftigten, lautete: "Die Erzeugung von Pseudo-Zufallszahlen". Zunächst erklärte uns Herr Hartmann, ein freundlicher Mitarbeiter von caesar und Leiter des SimuLabs, dass caesar ein marktorientiertes Forschungszentrum sei und dass es im Rahmen des Berlin-Bonn-Ausgleiches gegründet worden sei. Den Kurs, den wir, der Mathe-LK, besuchten, beschäftigte sich mit dem Zufall. Zufall? Warum beschäftigt man sich mit dem Zufall? Zufallszahlen sind ein modernes Element der Wirtschaft und von großer Bedeutung. Man benötigt sie zum Beispiel um Simulationen durchzuführen, die z.B. der Risikoabschätzung der Banken bei der Gewährung von Krediten dienen. Uns wurde erklärt, dass man Zufall mit dem Computer nicht exakt simulieren könne. Aus diesem Grund erzeugt man sogenannte Pseudo-Zufallszahlen, die den Zufall für eine begrenzte Dauer annähernd simulieren, jedoch nur eingeschränkt. Durch die freundliche Hilfe Herrn Hartmanns wurden wir spielend an das Thema herangeführt. Es wurde uns anschaulich gezeigt, wie marktorientierte Forschung aussieht. Für uns war der Besuch bei caesar sehr lehrreich. Ich habe einen guten Eindruck darüber bekommen, was man mit Mathematik alles machen kann und habe mich entschlossen das Fach zu studieren, denn Mathematik besteht nicht nur aus trockenen Formeln, man kann Mathematik auch begreifen!
Leif Torben Willerts (CJD Jugenddorf-Christophorusschule, Königswinter)
Während meiner freiwilligen Praktikumswoche im SimuLab im Juli 2005 beschäftigten wir uns mit stochastischen Simulationen und entsprechenden Programmierungen in Visual Basic. Außerdem lernte ich das interessante Gebiet der Spieltheorie kennen und programmierte einige praktische Anwendungen dazu (z.B. Mini-Kniffel-Strategien). Diese Programmieraufgaben habe ich anschließend zu Hause weitergeführt. Spannende Themen wie diese werden in der Schule nicht behandelt und können im SimuLab intensiv und mit hohem Tempo erarbeitet werden, wobei die Atmosphäre gleichzeitig locker und konzentriert ist. Herr Hartmann ist ein sehr freundlicher Kursleiter, der verständlich erklärt und detailliert auf Fragen eingeht. Auch der Kurs "Weitere stochastische Simulationen", an dem ich im März 2006 teilgenommen habe, hat mir sehr viel Spaß gemacht. Deshalb habe ich mich bereits für den nächsten Kurs (stochastische Finanzmathematik) angemeldet.














